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Title: Ottoman Military
Description: by Quintus Fabius...(in German)


Lord - June 15, 2006 01:23 PM (GMT)
Its taken with permission from the Defence Net Forum...written by Quintus Fabius...(in German)

Türkische Grenadiere und Pioniere:

Die Türken hatten eine Grenadiertruppe, diese hieß: Humbaracilar, der Aufgabenbereich dieser Truppe wechselte aber, daher hatte ich geschrieben Grenadier und Minenleger. Prinzipiell waren die anfangs für Minen und Sprengungen zuständig, z.B. für das Sprengen von Brücken usw, weil ihre Aufgabe ohnhin so gefährlich war, und weil dabei Granaten nützlich waren (Belagerung/Orts-und Häuserkampf, Kampf in den Minen) wurde diese Truppe dann mit Granaten ausgerüstet und daher dann in der Folge zu einer Art Grenadiertruppe.

Später dann wurde diese Truppe dann auch noch um eine Mörserabteilung erweitert, so dass sie ihr eigenes Artillerie Segment hatte, sie benutzten schwere Mörser, die hießen havayi, und verschossen damit als erste Sprengbomben, die man nach den alten Bomben die sie anfangs hatten dann Humbara nannte, daher der Name Humbaracacilar.

Aus der gleichen Ableitung wurden die Granaten dieser Truppe als Humbarasi bezeichnet, sie waren aus Bronze oder häufiger aus Glas gefertigt.

Formalt gehörten die Humbaracilar zur Artillerie (Topey/Topcu) die wie die Yeniceri ein eigenes Korps bildete (Korps=Okca) das Topcu Okca.

Dazu gehörten zwei weitere Spezialtruppen: die Top arabacilari, die für den Transport der Kanonen zuständig waren. Da damit auch Pionieraufgaben wie Wege bauen, Brücken reparieren usw dazu gehörten, entwickelte sich daraus eine Art Pioniertruppe. Wohlgemerkt gab es den Begriff Pionier (von spanisch Peon=Knecht) zu dieser Zeit noch gar nicht, in Europa hießen die noch Sappeure.

Als die Humbaracilar immer mehr zu einer Art Sturmpioniere wurden (Sturmpioniere ist glaube ich die beste Entsprechung) und da man Bedarf an mehr Pionieren hatte wurde dann noch die Abteilung der Lagimcilar geschaffen, eine reine Pioniertruppe, die dann auch das Minenlegen mit den Humbaracilar zusammen übernahm oder auch die Grabarbeiten allein ausführte, sowie für Feldbefestigungen, Gräben usw zuständig war.

Formal gehörten auch diese beiden Truppen eben zur Artillerie und nicht zu Infanterie.

Lord - June 15, 2006 01:24 PM (GMT)
Akindschis:

Am Anfang des Osmanischen Reiches - noch vor der Heeresreform von Kara Chalil Tschendarli – nannte man die gesamte Reiteri Müsellem. Die Armee teilte sich in Müsellem, die Yaya, das war die türkische Infanterie und Mourtatoi, das waren Söldner und Bogenschützen byzantinisch/griechischer Herkunft.

Diese ersten Truppen waren aber schwer zu kontrollieren, zu unabhängig und zu wenig loyal.
Die Müsellem Reiterei setzte sich aus schwerer und leichter Reiterei zusammen und ein Teil von ihr setzte sich aus den sogenannten Ghazis zusammen, dass waren Türken und Turkmenen, aber auch andere, die aus Glaubensgründen, als Glaubenskämpfer freiwillig und ohne Lohn in den Krieg zogen, Grenzkämpfer, die den Krieg des Islam gegen die Christenheit aufrechterhielten, auch in Friedenszeiten führten diese Truppen auf eigene Faust den Krieg als Gueriall und Räuberei fortwährend weiter und sie versorgten sich selbst aus Feindesland. Die Einheiten, die sich aus Turkmenischen Ghazis und anderen, nicht Türkischer Herkunft aufstellten, nannte man dann auch im allgemeinen Sprachgebracht Akindschis, dass heißt Renner aber auch Marodeur. Der Name wurde nur für Einheiten benutzt, die sich vor allem aus Turkmenen zusammen setzten, da diese offenbar eine besonders schnelle Reiterei waren und über herausragend schnelle Pferde verfügten. Als Begriff für Marodeur kam das Wort erst mit der Zeit auf, aus der Tätigkeit dieser Truppen, anfangs hieß es nur Renner.

Mit der Heeresreform wurden die ganzen alten Einheiten der Kavallerie, der Müsellem aufgelöst, in Sekundär Rollen abgedrängt und auf Dauer dann auf Rein Nichtmilitärische Aufgaben beschränkt. Anfangs stellten sie noch Teile der Provinz und Regionalkavallerie, der sogenannten Serratkuli, aber auf Dauer fielen sie alle weg und wurden Nichtmilitärische Verbände oder verschwanden ganz von der Bildfläche, mit Ausnahme der Turkmenischen leichten Reiterei und der Kriegsfreiwilligen in dieser Truppe, den Akindschis.

Der Name Akindschi wurde dieser Einheit nun offiziell verliehen und der alte Name Ghazi fiel weg. In diese Truppe wurden auch die Reiter der kleinen Emirate in der Osttürkei und an der Grenze zu Syrien aufgenommen, und auch weiter Glaubenskämpfer aus anderen Völkern. Damit wollte man den Turkmenischen Anteil in dieser Truppe senken, damit die Turkmenen nicht alleine eine solche Truppe bildeten. Um die Loyalität noch weiter zu sichern, wurde das Kommando der dem Sultan lange sehr loyalen Adelsfamilie Michaloglu übergeben, sie waren die Nachfahren von Michaloglu Ali Beg, einem der besten Heerführer Mehmets des II:

Bei den Nachbarn der Osmanen wurde diese Truppe, die nur vom Krieg und der von ihr selbst erzielten Beute finanziert wurde alsbald sehr berüchtigt und bestimmte hier in Europa das Bild des Türken als schnellem Reiter und sengend und mordend durch das Land tobendem Mob. Im Österreichischen Raum wurden sie Renner und Brenner genannt, ohne dass die Österreicher um die Bedeutung des Namens Akinschi (Renner/Marodeur) wussten.

Die Akindschis kämpften in Friedenszeiten, in denen sie offiziell nicht im Dienst des Sultans standen ebenfalls gegen den Feind, so wie die Engländer zum Beispiel zeitgleich Piraten beschäftigten, plünderten sie im feindlichen Terrain und der Sultan wälzte dann die Verantwortung auf die Freischaren ab.

Innerhalb der Akindschis bildete sich dann die Delhi Reiterei, die Tollköpfe, die sich mit Drogen vor dem Kampf berauschten und Raubtierfelle trugen. Diese Truppen waren so kampfstark und zuverlässig, dass man sie aus den Akindschis auf Dauer herauslöste und als Gardetruppe gesondert aufstellte. Alle Akindschis trugen von Anfang an Flügel auf dem Rücken, am Helm oder an der Seite oder am Pferd, aus Raubvogelfedern, dieser Brauch ging auch auf die Lanzenreiter der Kapikuli Kavallerie über, die sich selber Oughlan nannten. Und von diesen ging so wohl die Kampfweise, als auch die Lanze, als auch der Name und auch die Flügel auf einen Teil der Polnischen Reiterei über, die berühmten Ulanen. Und von den Polnischen Ulanen ging dann der Kampf mit der Lanze zu Pferd wieder in die Europäischen Heere über, davor war die Lanze außer Gebrauch gekommen.

Als die Familie Michaloglu in Ungnade fiel, ging das Kommando über die Akindschi Reiterei auf die verschiedenen Grenzkommandeure, die Uc Beys über, die Truppe wurde aufgeteilt. Damit wurden die Akindschis ein Gegengewicht zu den Sipahis, die von der Türkischen Nobilität direkt kontrolliert wurden. Auf Dauer erhielten einige der Akindschis auch Land oder eine begrenzte Bezahlung von ihrem Bey aber die meisten lebten bis zum Ende dieser Truppe von Raub und Plünderei. Im ersten Drittel des 16 Jahrhundert schlossen sich dieser Truppe dann auch Christliche Serben an, während der ursprünglich turkmenisch/islamistische Charakter der Truppe immer mehr verfiel und ihre Kampfkraft ebenso abnahm. Am Ende des 16 Jahrhundert war der Kampfwert der Truppe verfallen, und sie plünderte mehr in osmanischem Gebiet den in Feindesland, daraufhin verschleißte unterwarf der Sultan die Truppe dem Kommando der regulären Armee und verschleißte sie in Feldzügen auf dem Balkan und vor allem in den Karpaten, und füllte die Verluste nicht mehr auf, so dass die Reste dieser Truppe um 1595 untergingen. Übrig blieb die Delhi Reiterei, die noch bis Ende des 17 Jahrhundert als besondere Garde weiterfungierte, dann wurden in sie nur noch Türken aufgenommen und ihr besonderer Charakter verfiel.

Die Akindschis waren mit türkischen Kompositbögen, Klisch (türkischen Krummsäbeln), dem Palas (türkisches langes gerades Schwert, aus dem sich der Pallasch ableitet), leichten Rundschilden, und seltener kürzeren Lanzen vom 2,5-3m Länge bewaffnet. In der Spätzeit kamen dann auch Reiterpistolen und Karabiner in der Truppe auf, sie führte aber im Vergleich sehr lang den Kompositbogen als Hauptwaffe.

Lord - June 15, 2006 01:24 PM (GMT)
Die nächste Einheit der Osmanischen Heere,

Die Kapikuli Kavallerie:

Durch die Heeresreform, die die alte Müsellem Reiterei der frühen Osmanen ablöste, entstand eine Zweiteilung der Armee in die Zentral- oder Hauptarmee die in der Nähe und um die Hauptstadt herum direkt der Zentraladministration unterstellt war und die Provinzarmeen, die über das Reich verteilt aus örtlichen Kräften gebildet wurden.

Die Truppen der Zentralstreitmacht nannte man Kapikuli, das kommt von Kapi = Tor/Pforte. Da der Oberbefehl über diese Armeen der Hohen Pforte unterlag, wie der Hof der Osmanen genannt wurde. Die Provinzarmeen nannte man dagegen Serratkuli, anfangs waren die Reste der alten osmanischen Armee auf diese Truppe aufgeteilt worden.

Zu den Kapikuli gehörte das Yeniceri Okca, das Topu Okca und die Kapikuli Kavallerie sowie einige andere Spezialtruppen. Die Kapikuli Armee war also nicht so groß und wurde aus lauter Eliteeinheiten wie den Yeniceri gebildet. Die Yeniceri selbst verfügten auch über einige Ortas, die als Kavallerie kämpften, dazu kamen berittene Sonderverbände wie die Delhis, aber all diese Reiter zählten nicht zur Kapikuli Kavallerie, obwohl sie Teil der Kapikuli waren.

Die Kapikuli Reiterei rekrutierte sich wie das Yeniceri Okca aus Knaben, die man mit der Devsirme rekrutierte. Häufig wird diese Reiterei den normalen Sipahis gleichgesetzt, also den Reitern, die für ihre Ausrüstung und Lebenserhaltung vom Sultan ein Stück Land erhielten, dass nannte man das Timar System. Obwohl es in der Kapikuli auch Sipahi Verbände als Sondereinheiten zusätzlich gab, waren diese eben nicht die Kapikuli Reiterei.

Die in der Devsirme eingezogenen Knaben wurden nach ihrer Ankunft bei der Hauptstadt noch einmal aufs gründlichste Gemustert und weiter aufgeteilt. Der Großteil ging an das Yeniceri Okca, das heißt, die Knaben wurden nach Anatolien verbracht und lebten dort in sehr karger Weise bis sie türkisch gelernt hatten und Muslime geworden waren unter der Aufsicht von Derwischen und ausgesuchten besonders gläubigen Bauern. Dann kamen sie in die zwei Ausbildungsstätten der Yeniceri und wurden Acemi Oghlan.

Die besonders gutaussehenden und dazu körperlich hervorragenden Knaben aber wurden für die Kapikuli Reiterei rekrutiert. Sie hatten aber dann nicht mehr den Status von Sklaven wie die Yeniceri und wurden besser behandelt. Diese Knaben kamen dann in der Hauptstadt selbst auf die Palastschule. Dort erhielten sie eine umfangreiche Ausbildung, die auch Taktik, Geschichte, Mathematik usw umfasste, den die Kapikuli Reiterei diente auch als Reservoir für Offiziere des Osmanischen Heeres. Sie galt als die absolute Elitetruppe der Osmanen und hatte einen höheren Rang als die Yeniceri. Mehmet der II stellte diese Reiterei unter das Kommando eines Aga, der seine Laufbahn innerhalb dieser Truppe gemacht hatte, wie bei den Yeniceri war also auch hier einer der wichtigsten Militärs des Reiches anfänglich ein Sklave christlicher Herkunft. Wie das Yeniceri Okca diente die Kapikuli als Gegengewicht gegen die Masse der Sipahis der Anatolischen und der Rumelischen Reiterei und sollte so auch dem Sultan eine gewisse Grundmacht gegen den Adel sichern.

Daher wurde diese Reiterei trotz ihres Charakters nie ganz zu einer Offizierschule, sondern blieb bis zu ihrem Ende eine aktive Kampfeinheit. So wie die Yeniceri wurde auch diese Truppe fortwährend größer und zählte am Beginn der Herrschafts Süleymans des I schon
10 000 Soldaten. Diese Kavallerie behielt trotz des Elite Status der Yeniceri immer das höhere Prestige und Ansehen innerhalb des Osmanischen Militärs.

Eingeteilt war diese Truppe in 6 Einheiten, mit dem Anwachsen der Truppe wurden auch diese Einheiten dann größer. Die Reiter innerhalb dieser Einheiten nannte man Süvarileri oder auch seltener Bölük Halki. Im Kampfeinsatz teilte sich diese Truppe in zwei Formationen auf, die in der Theorie die linke und die rechte Flanke der Yeniceri stellten. Egal wo sie dann in der Realität kämpften, hießen diese beiden Einheiten dann Linker Flügel und Rechter Flügel.

Im Laufe der Zeit wurden auch besonders verdiente Sipahis in die Truppe aufgenommen und Mitgliedern dieser Truppe selber Timare verliehen, so dass die Grenze zwischen ihr und den Sipahis dadurch verwischt wurde. In der Palastschule und als Rekruten dieser Truppe nannte man die Reiter auch Oghlan, was Knappe/Page heißt. Dieser Begriff und ihre Kampfweise mit Lanzen sowie die Flügel die sie häufig auch führten, inspirierten dann in Polen die Reiterei zur Aufstellung der Ulanen. Selbst das Wort Ulan leitet sich von Oghlan ab.

Innerhalb dieser Truppe gab es noch eine besondere Einheit, die als Leibwächter für den Sultan in der Schlacht dienten, die Silahtar (=Waffenträger), diese Truppe wurde aber nach einiger Zeit umgegliedert und hieß dann Sipahi Oghlan. Jeder der 6 Einheiten der Kapikuli Kavallerie wurde von einem sogenannten Kethüda Yeri kommandiert.

Im Laufe der Zeit verschwamm also wie schon erwähnt die Grenze zwischen den Sipahis und der Kapikuli Reiterei, dazu wurden Angehörige anderer Waffengattungen oder besonders kriegerischer Stämme für ihre Verdienste um den Sultan in diese Truppe aufgenommen. Darunter auch Yeniceri und einige Kurden. Dadurch, und durch den Verfall der Devsirme, ging es mit dieser Reiterei genau auf dem gleichen Weg wie mit den Yeniceri bergab, immer weniger echte Christenkinder kamen in die Truppe, dafür immer mehr Türken, trotzdem blieb ein Teil der Kampfkraft bestehen, die Einheit wandelte sich nur von einer Elite und Gardereiterei in eine reguläre und ganz normale türkische Kavallerieeinheit.

Die Angehörigen dieser Truppe wurden in ihrer Blütezeit mit den besten verfügbaren Rüstungen und Waffen ausgestattet, häufig hatten sie auch Pferdepanzerungen aus Metall. Sie wurden in allen Arten des Kavallerie Kampfes ausgebildet und eingesetzt, also sowohl als schwere Reiterei wie auch als leichte. Eine Besonderheit in der Truppe war der lange Gebrauch des Dscherid, eines kurzen Wurfspeers, den man am hinteren Ende greift und dann wie ein Wurfmesser schleudert. Dieser blieb in dieser Truppe noch länger als anderswo bei den Türken in Gebraucht. Eine weitere sehr eigene Waffe ist der Megg, ein langer, gradklingiger und vierkantiger Reiterdegen, der sehr massiv gebaut zum Durchstechen von Rüstungen gedacht war, und Überlänge besaßt. Auch der Busdogan, der Metallstreitkolben und der türkische Krummsäbel (Klisch) fanden in dieser Truppe bevorzugt Verwendung, dazu natürlich der unvermeidbare türkische Kompositbogen; die Hauptwaffe aber blieb die 3 bis maximal 3,5 m lange Lanze.

Lord - June 15, 2006 01:25 PM (GMT)
Die Janitscharen

Die Yeniceri gehörten dem Militärsystem der sogenannten Militär/Staatssklaven an, einem System dass auch die Mamelucken in Ägypten, die Sklavensoldaten der Moguln in Indien und vor ihnen die Truppen diverser islamischer Staaten hatten, die sich aus türkischen Sklaven rekrutierten.
Seinen Ursprung hat das System darin, dass die frühen islamischen Herrscher sich auf kriegerische und unabhängige Stämme und deren Adelige stützen mußten, um ein Gegengewicht zu ihren zu unabhängigen Armee und Untergebenen zu schaffen, schufen sie so nur ihnen ergebene, da ihnen gehörende Truppen.

Offiziell wurde das mit dem Verbot, das Muslime gegeneinander kämpfen dürfen begründet, in Wahrheit aber lag es darin, dass sich die Kalifen und Herscher eine eigene Hausmacht schaffen wollten, um ein Machtmittel gegen den Provinzadel und die Stämme zu haben. Die ersten die ganze Heere so rekrutierten, waren die Ghaznaviden, abgesehen von den Mamelucken, die es in kleinerer Zahl auch in den Berbereskenstaaten und im Irak gab, gab es auch die Ghulams oder die Askaris, alle drei Typen rekrutierten sich anfangs vor allem aus türkischen Sklaven aus den Steppen Zentralasiens. Mit dem Aufstieg des Seldschukenreiches setzte eine gewisse Pause ein, bis dann die Mamelucken in Ägypten die Macht an sich rissen und zum ersten Mal einen Staat schufen, der im Endeffekt von Sklaven beherrscht wurde. Diese Militärsklaven der Mamelucken rekrutierten sich nun vor allem aus dem Kaukasus, aus den Tschetschenen, Awaren und Tscherkessen. Dabei gingen die Mamelucken einen völlig neuen Weg und rekrutierten nur Kinder, die sie dann von Kindesbeinen an nur für den Krieg trainierten und auf nichts anderes hin ausbildeten.

Als die Osmanischen Herrscher in der Anfangszeit an Macht gewannen und begonnen sich auszubreiten, standen die Sultane vor dem gleichen Problem, die Ghazis unter ihrem Kommando waren genauso unzuverlässig wie die Truppen aus den türkischen und turkmenischen Stämmen. Daher stellten auch sie eine Sklaventruppe auf, die sich aber nicht bewährte. Nach dem Vorbild der Mamelucken begannen sie daher nun ebenfalls Kinder zu rekrutieren. Da sie aber die Zeichen der Zeit erkannten, bildeten sie aus diesen keine Reiterei sondern eine Infanterie die als erste der Welt primär auf Schwarzpulver Waffen setzte.

Gegründet wurde das Janitscharen Korps im 14 Jahrhundert, von dem Wesir Kara Chalil Tschenderli, seine endgültige Form und Besonderheit erhielt es aber durch den Derwisch Hadschi Bektasch um 1389.

Diese Infanterietruppe wurde dann Yeniceri genannt, was einfach Neue Truppen bedeutet. Mit der Ausbildung und Indoktrination der Kinder wurden verschiedene Derwischorden beauftragt, die militärische Ausbildung übernahmen Türken und loyale Sklaven, häufig aus dem Jagdgefolge des Sultans. Sie wurden nur nach Loyalität und gleichzeitiger Befähigung ausgesucht und stellten dann als erste Offiziere der Truppe Einheiten auf und führten sie an. Die ursprüngliche Herkunft oder Tätigkeit der Begründer einer solchen Einheit konnte man auch noch viel später am Namen der jeweiligen Yeniceri Einheit ablesen, spätere Namen geben die Waffengattung an oder Besonderheiten aus der Einheitsgeschichte, zwei Beispiel:

Das 28 Bataillon der Cemmat Division der Janitscharen hieß Okcus, dass heißt Bogenschützen und war lange zeit eine mit Bogen bewaffnete Einheit. Später führten die Truppen dieses Verbandes Bögen und Musketen.

Das 64 Bataillon der Cemmat Divison der Janitscharen trug den Namen Zagarcis, dass heißt Wolfshundeführer. Das heißt, die ersten Offiziere entstammten dem Jagdgefolge des Sultans. Es war eines von zwei Kavalleriebataillonen der Yeniceri, die mit Lanzen bewaffnet waren.

Anbei vielleicht ganz interessant, da unbekannt, die Gliederung des Janitscharen Korps:

Die Janitscharen bildeten ein eigenes Armeekorps, vergleichbar dem Marine Korps der USA heute und waren Teil der sogenannten Kapikuli Truppen, dass heißt der Zentral/Hauptarmee.

Die Infanterie der Kapikuli - Askerleri (Zentral – Streitmacht) nannte man Kapikuli Piyadesi, zu ihr gehörten auch die Yeniceri.

Der Begriff für Korps war Ocak, dass heißt die Gesamtheit der Yeniceri bildete das Yeniceri Ocak, also das Janitscharen Korps.

Das Yeniceri Ocak bestand aus drei Divisionen, der Cemmat Division, der Bölük Division und der Segmen Division. Diese drei Teile unterschieden sich aber in der numerischen Stärke beträchtlich, so war die Cemmat sehr groß, die Segmen aber vergleichsweise klein für eine Division.

Zu den drei Divisionen kamen, von ihnen getrennt noch die Ausbildungseinheiten, die man Acemi Oghlan nannte. Es gab insgesamt 34 Acemi Oghlan Einheiten, die getrennt vom restlichen Korps in zwei Trainingszentren stationiert waren. Oghlan bedeutet Knappe aber auch Reiter und von dem Wort Oghlan leitet sich der Polnische Name Ulan ab. (wird gleich ausgesprochen) Auch die Flügel der Ulanen und Federbanner sind von den Osmanischen Reitern der Akindschis und Delhis übernommen.

Dann gab es noch dazu die Cebeci, die für die Ausrüstung verantwortlichen, die Saka, das heißt Wasserträger, und die Topcu, das war die Artillerie. Zu ihr gehörten die eigenen Spezialtruppen der Toparabaci, die für den Transport der Artillerie zuständig waren, im Endeffekt eine Art Pioniereinheit, und die Humbaraci, die primär mit Sprengladungen und Granaten kämpften, im Endeffekt eine Art Grenadiere.

Die drei Divisionen des Korps bildeten sich dann aus einzelnen Bataillonen, die man Ortas nannte. Innerhalb der Cemmat Division gab es dazu die Solak Ortas, das waren besondere Garde Truppen, die als Bogenschützeneinheiten für die persönliche Leibwache von Feldherrn und für Spezialeinsätze genutzt wurden. In diese Einheiten kamen auch oft die Söhne von wichtigen Vasallen wenn man sie als Geiseln nahm. Bei der Segmen Division war die Besonderheit, dass ihre Einheiten ausschließlich mit Musketen bewaffnet waren und diese Einheiten signifikant kleiner waren, als die der anderen beiden Divisionen, auch wenn die Segmen gleich groß der Bölük war.

Aus den Reihen einiger bestimmter Yeniceri Einheiten rekrutierten sich auch die Bostanci, die in Istanbul als Feuerwehr und für Polizeiaufgaben eingesetzt wurden und die Haseki Garde, die für alle Kanonen und Artillerie innerhalb des Palastbezirks zuständig war.

Alle drei Divisionen rekrutierten sich aus den Acemi Oghlan Einheiten und zwar ohne spezielles Muster oder Plan, je nachdem wo gerade Rekruten fertig waren. Je höher die Verluste einer Einheit waren, und je mehr sie unter Soll Stärke lag, desto mehr Rechte hatte sie und durfte eher vor anderen mit Priorität rekrutieren.


Jede Orta innerhalb der Divisionen hatte die gleiche Struktur, die Ortas waren ganz am Anfang noch keine Bataillone sondern nur kleine Einheiten, eher Kompanien. Noch Anfang des 15 Jahrhundert hatten die jeweiligen Ortas nur 50 Mann. Insgesamt bestand das Korps aus 196 Ortas, seine Größe nahm im Laufe der Zeit immer mehr zu, indem man die Anzahl der Männer je Orta erhöhte. Die Ortas verteilten sich wie folgt auf die drei Divisionen: 101 Ortas für die Cemmat Division, 61/62 Ortas für die Bölük, und 34/33 für die Segmen.

Kommandiert wurde das Yeniceri Okca von einem Befehlshaber, der den Titel Yeniceri Agasi führte. Er stammte anfangs aus der zivilen Laufbahn am Hofe, aber bald darauf stellte in das Korps selbst, so dass jeder Yeniceri theoretisch durch Leistung sich bis in diese Position hochdienen konnte. Der Kommandant des Korps war im militärischen Bereich einer der mächtigsten und führendsten Militärs der gesamten osmanischen Armee. Selbst der Groß Wesir durfte ihm keine Befehle erteilen und er war einzig und allein dem Sultan direkt unterstellt. Offiziell führte er das Korps nur wenn der Sultan abwesend war, sonst hatte der Sultan selbst de jure den Oberbefehl über das Korps inne, der Yeniceri Agasi fungierte dann als Ausführender und Berater.

Der Yenicerei Agasi wurde von einer Art Generalstab beraten, dem Divan der Yeniceri, einer Versammlung der wichtigsten Offiziere und einiger Außenstehender Sonderpersonen.

Wegen der Einbindung von Derwischen in die Gründung des Korps hatten diese auch später noch viel Einfluß und auch Militärränge innerhalb des Korps, sie dienten auch als Imane für die Religionsausübung. Am engsten Verbunden waren die Yeniceri mit dem Derwisch Orden der Bektashi, der Derwisch Bektash der diesen Orden gründete war auch mit bei der Gründung des Korps dabei und sogar ihre besondere Kopfbedeckung leiteten die Yeniceri auf ihn zurück. Angehörige der Bektasi Sekte kämpften auch als Freiwillige auf der Seite der Yeniceri mit.

Die meisten Offizier und Unteroffizierränge im Korps trugen Titel aus dem Koch und Küchenbereich, was ursprünglich auf die große Bedeutung der Ernährung durch den Sultan zurückgeht, am Anfang erhielten die Yeniceri ihr Essen direkt vom Sultan und aus seiner Küche, das hielt sich auch so bei. So wurde auch der Kochkessel, überhaupt der Kessel das Symbol für die Yeniceri. Der Kessel einer Truppe, den sie Kazan nannten wurde mit in die Schlacht genommen und mit dem Feldzeichen mitgeführt, der Standort des Kessels diente beim Rückzug als Sammelpunkt und seinen Kessel an den Feind zu verlieren galt als unerträgliche Schande.

Aus der gleichen Richtung heraus trugen die Offiziersränge so Titel wie Corbasi, dass heißt Suppenkoch, ungefähr der Rang eines Oberstleutnant oder Major, darunter der Asci Usta, der Meisterkoch, dann der Bas Karakullukcu, dann der Vekilharc, was Quartiermeister bedeutet, der Sakabasi, was Verantwortlicher für die Wasserverteilung bedeutet, der einzige Rang bei den Yeniceri mit einem de facto militärischen Namen war der Bayraktar, der Standartenträger.

Die einfachen Yeniceri Soldaten ohne Rang nannte man Nefer oder Yoldas, sie gliederten sich in drei Mannschaftsränge nach Erfahrung: Am Anfang standen die Eskinci, die noch keine oder nur wenig Kampferfahrung hatten, mit der Zeit und nach Teilnahme an Schlachten wurden sie zu Amelimanda ernannt, das heißt Veteranen. Am Ende, wenn sie Alt Geworden waren nannte man sie Oturak (Sitzende) das waren im Endeffekt Pensionäre, die nur noch selten auf Feldzug zogen und dann eben Polizei, Zoll und Feuerwehraufgaben übernahmen oder auch als Derwische in den Bektasi Orden eintraten.

Noch zur anfänglichen Frage nach der Natur und Art des Korps:

Am ehesten kann man es von der Anfangszeit bis hin zu seiner Blütezeit mit einer Art Ritterorden vergleichen, kämpfende Mönche, in dem Fall Derwische bildeten die Grundlage auf der das Korps aufgebaut war. Ein Ritterorden aber trifft es deshalb nicht ganz, weil alle Yeniceri bis hin zum Oberbefehlshaber persönliches Eigentum des Sultans waren und blieben.

Die Yeniceri lebten anfänglich und bis zu ihrem Niedergang in Armut und Askese.
Sie schworen bedingungslosen Gehorsam und jeden Befehl auszuführen, nichts überflüssiges zu besitzen und in Armut zu leben, und den Geboten von Hadschi Bektasch zu folgen. Das heißt alle Gebete zu befolgen und keinen Kontakt mit Frauen zu haben.

Die Yeniceri waren kaserniert und kein Yeniceri durfte heiraten oder anfangs Kinder zeugen. Auch sonst jede Art von Verkehr mit Frauen war ihm untersagt, es sei den er war auf Feldzug. Auf einem Feldzug und im Krieg durfte er so viele Frauen des Feindes nehmen wie er wollte, er durfte sie aber nicht mitnehmen.

Und schließlich durfte niemand in das Korps, der als Muslim geboren worden war oder muslimische Elternteile oder Vorfahren hatte.

Die Yeniceri waren hochgradig diszipliniert
gerade deshalb so kampfstark,
so klagt schon 1566 Leonhardt Fronsperger: Der ander ursachen wann man des Türcken Ordnung und Gesetz in dero Truppe gegen unserem besicht, so übertrifft es uns so weit, wie die Sonn den Mondschein überlangt. Auß welchem auch dann folget, dass die Türcken besser Kriegsleut geben. Wenn die Türcken zu Feld ziehen, so nicht ein eintziges Weibsbild bey ihnen zu finden, geschweyge so viel tausent huren als sich in unseren Zügen finden. Zeige mir under deß Türcken seinem Kriegsvolck ein solches Huren, als under uns Christen gebreuchlichem und gewohnlichem.

Lord - June 15, 2006 01:26 PM (GMT)
Nun hätte ich ergänzen müssen, daß sich nicht nur die Janitscharen aus geraubten Kindern zusammensetzen, sondern eben auch die sogenannten Sklaven der Pforte, das heißt die hohe Beamtenschaft und im Endeffekt die politischen Führer der Osmanen. Diese Besonderheit war entstanden, um ein Gegengewicht zum türkischen Hochadel in Anatolien zu schaffen und alle Macht ausschließlich in die Hände des Sultans zu bringen. Daher waren die hohen Beamten und sogar die Militärischen Führer des Osmanischen Reiches eben auch oft gar keine Türken sondern ehemals christliche Sklaven, meist Griechen oder Leute vom Balkan und eben de jure persönlicher Besitz des Sultans.

Mit der Devsirme für die Janitscharen wurden auch besonders Schöne!! und gleichzeitig Intelligente!! Knaben mitgenommen und dann in die Hauptstadt gebracht und dort gezielt zu Staatsbeamten erzogen, diese nannte man dann auch Oughlan (Pagen/Knappen) des Sultans und manche von ihnen stiegen eben wie in diesem Fall bis zum Großwesir auf. Die hatten aber mit den Yeniceri nur die Rekrutierung gemein, man stieg also nicht von den Yenicerei in diese Ämter auf, sondern durch eine getrennte, gesonderte Ausbildung und Laufbahn, es gab aber Ausnahmen im Militär, daß einige wenige Yeniceri INNERHALB ihres Korps bis zum Oberbefehlshaber aufstiegen

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Many Thanks to Quintus....

Lord - June 15, 2006 01:27 PM (GMT)
Gerade der Einsatz und die Überlegenheit der osmanischen Artillerie entschied Schlachten für die Osmanen. Der ganze, übrigens fast immer ähnliche Aufstellungsplan osmanischer Heere mit der sogenannten Sultanschanze in der Mitte, wo sich dann in improvisierten Feldbefestigungen auch die Artillerie befand, zeigt schon von Anfang an die Wichtigkeit dieser Waffe für die Osmanen in Feldschlachten.

Die Artillerie der Osmanen war der europäischen Anfangs überlegen, später dann gleichwertig, und selbst als die Artillerie mancher europäischer Staaten wie England dann technologisch besser wurde, war die Ausbildung und das Können der Artielleristen der Osmanen weiter überlegen, als eigene Truppengattung hatten sie einen herausragenden Drill und bestanden zudem zu einem Großteil aus europäischen Söldnern, vor allem auch aus den Deutschen Staaten und aus England.

Bei Belagerungen taten sich dagegen die Osmanen trotz überlegener Artillerie in Ungarn und auf dem Balkan recht schwer, so wurde der große Krieg gegen die Ungarn ja auch der Burgenkrieg genannt, eine endlose Abfolge von zähen Belagerungen, die zwar wegen der Artillerie alle von den Osmanen gewonnen werden konnten, die aber beträchtliche Ressourcen banden, die dann an anderer Stelle fehlten.

Daher wurde es dann zur typisch osmanischen Belagerungstaktik, vor eine feindliche Burg oder Festung eine Gegenburg zu bauen um diese zu neutralisieren und sie von dieser aus dann langsam auszuhungern.

Im Londoner Tower kann man das größte Bronzegeschütz aus dem 15.Jahrhundert bewundern. Es war eines der Riesengeschütze ,die zur Überwachung der Dardanellen
installiert worden sind.
Der Büchsenmeister Munir Ali hat es 1464 gegossen . Die Rohrlänge beträgt 5,18 m
und der Kugeldurchmesser sage -und schreibe 63 cm

Artillerie der Osmanen: (teilweise aus Das Osmanische Reich von Majoros)

Der ganze Aufstieg des osmanischen Reiches geschah gleichzeitig mit dem Aufstieg der Schwarzpulverwaffen, so dass man das Osmanische Reich wie auch das Moguln Reich in Indien als eines der sogenannten Schwarzpulverimperien bezeichnen kann.
Im allgemeinen schätzen die Militärhistoriker die Rolle der frühen Artillerie bis zum 16 Jahrhundert hin als sehr begrenzt bis begrenzt ein. Die Artillerie war eine Spezial- und Sonderwaffe, die man primär für Belagerungen gebrauchen konnte.

Mitte bis Ende des 15 Jahrhundert kamen aber dann die ersten Weiterentwicklungen und Ausnahmen auf, so setzten die Burgunder unter Karl dem Kühnen (1433-1477) erstmals lafettierte Feldartillerie gegen ihre Feinde ein, und auch die Hussiten stellten fahrbare Geschütze auf, die sie auch auf Wägen beweglich montierten. Gleichzeitig entwickelte sich die Belagerungsartillerie in diesem Zeitraum ganz erheblich weiter.

Gerade die Osmanen gehörten mit zu denjenigen, die als erste besonders auf die Artillerietruppe setzten, vor allem deshalb, weil sie ohnehin ihre Kampfkraft durch Schwarzpulverwaffen als Handfeuerwaffen erzielten und weil sie besonders viele Belagerungen und schwere Belagerungen zu dieser Zeit hatten, so wurde ja auch Konstantinopel um 1453 von ihnen belagert, so wie viele andere starke Festungsanlagen der Byzantiner und anderer. Es folgte daher ein besonders früher und vielseitiger Ausbau der osmanischen Artillerie und die Aufstellung einer eigenen Artillerietruppe, der Topey, die erste ihrer Art Weltweit. In Westeuropa dagegen waren die Geschützmeister noch Privat Unternehmer und es gab mit Ausnahme Burgunds keine staatliche Organisierte Truppe dieser Art.

Zu einer Besonderheit und zu ihrer besonderen Stärke verhalf ihr dann Sultan Mehmet der II (1451-1481) der sich aus persönlichem Interesse dieser Waffe widmete. Er war geradezu besessen von Kanonen und dachte ständig selbst über immer neuere und größere Geschütze nach. Aus ganz Europa heuerte er die besten Kanonengießer, meist waren das gleichzeitig Glockengießer an und ebenso die besten Geschützmeister, dafür war ihm kein Preis zu hoch. Ähnlich wie der preußische Soldatenkönig mit seinen Langen Kerls hatte er einen Narren an Geschützen gefressen und baute während seiner Herrschaft die größte und Weltweit beste Artillerie auf, die es gab.

Mehmets Weitsicht in diesem Punkt äußert sich zum Beispiel in dem Satz von ihm: „dass durch den Gebrauch des Pulvers ein neues, völlig andersartiges Zeitalter eröffnet worden sei.“
Außer Feld- und Belagerungsgeschützen ließ Mehmet auch nach venezianischem Vorbild die aller ersten Kanonen auf türkische Schiffe montieren und zu seiner Zeit wurden auch die Meerengen erstmals von speziellen Küstengeschützen bewacht. Das hier schon erwähnte Dardanellengeschütz mit 5,18m Länge und Kaliber 63cm stammt aus seiner Zeit. Sogar der Name des Büchsenmachers der es fertigte ist noch bekannt, er hieß Munir Ali, dieser goß das Riesengeschütz im Jahre 1464.

Zu den bestehenden Kanonieren dazu schuf Mehmet einige Spezialtruppen, die sich um den Transport der Geschütze kümmern sollten, daraus entstand die türkische Pioniertruppe, sowie eine Art von Grenadiertruppe, die auch für das Legen und Zünden von Minen zuständig war.
Und dann schuf er noch eine weitere Spezialfähigkeit der Osmanen: Nämlich Geschütze direkt vor Ort schnell zu gießen, um so nur die Rohstoffe für das Gießen mitführen zu müssen und diese dann erst nach Ankunft auf dem Kriegsgebiet herzustellen.

Die Artillerie begann sich zu dieser Zeit auch in verschiedene Typen aufzuteilen und zu vereinheitlichen, während man vorher dutzende von Kalibern hatte, und jede Kanone ein anderes Kaliber führten, so dass man die Kugeln aus Stein noch speziell für die Kanone zurechtmeißelte, vereinheitlichte man zu dieser Zeit dann stück um Stück die Geschütze und Typen.

Kanonen wurden dann die Geschütze, die mit großer Reichweite und Rohlänge flach schossen, und eher Vollkugeln, als Mittelstufe zwischen Kanonen und Mörsern schuf man die Haubitzen, die auch ballistisch und granaten abfeuern konnten und dann die großkalibrigen Mörser, die ballistisch vor allem bei Belagerungen eingesetzt wurden und schon früh als erste Sprengbomben verschossen.
In der Anfangszeit dieser Epoche dominierten noch die Bombarden, die meist noch steinerne Kugeln verschossen und Belagerungsgeschütze waren, in der Feldschlacht setzte man auf die sogenannten Feldschlangen, oder Schlangen, die als Vorläufer der Kanonen flache Flugbahnen hatten.

Der Oberbefehlshaber der türkischen Artillerie war der Topey Pascha. Mit zwei Ausnahmen: die Yeniceri hatten eigene Kanonen unter eigenem Befehl, die nur auf Geheiß des Sultans auch dem Topey Pascha unterstellt wurden, und alle Kanonen im Palastbezirk fielen grundsätzlich unter die Aufsicht der Haserik Garde, die auch von den Yeniceri gestellt wurde.
Wenn neue Kanonen den Streitkräften übergeben wurden, ging das anfangs in dieser Zeit noch so feierlich zu, wie beim Stapellauf eines Schiffes, die Geschütze erhielten auch Namen und wurden bei guter Leistung hoch geehrt.

Fazit: gerade in der frühen Betonung und Weiterentwicklung der Artillerie bei den Osmanen ist ein wesentlicher Faktor für den Aufstieg dieses zu Reiches zu erblicken. Und gerade die Schlacht von Mohacs war, als erste Schlacht die vom Artilleriefeuer entschieden wurde ein absoluter Wendepunkt in der Kriegsführung, und veränderte diese für immer entscheidend.

(mit der bitte um kommentierung richtung richtig oder falsch (wenn man schon mal Ari Experten an der Hand hat )

Und hier noch ein paar Gute Links:

http://www.osmanisch[...]sen_i.html

http://www.osmanisch[...]en_ii.html

http://www.osmanisch[...]haren.html

http://www.tuerkenbe[...]nen_de.php

http://www.tuerkenbe[...]ren_de.php

http://www.tuerkenbe[...]mee_de.php

http://www.tuerkenbe[...]ese_de.php


D.E.A - June 15, 2006 04:41 PM (GMT)
is there anyone to trans it? I'm tooooo lazy to systran it.....

PAGRATIOS - June 18, 2006 07:15 AM (GMT)
Turkish infantry and pioneers: The Turks had an infantry troop, this were called: Humbaracilar, the field of this troop changed however, therefore I had written infantryman and minecasually. In principle were at first for mines and breakups responsibly, e.g. for blowing up bridges etc., because their task was so dangerous ohnhin, and because thereby shells were useful (Belagerung/Orts-und house fight, fight in the mines) became this troop then with shells equipped and therefore then in the consequence to a kind infantry troop. Later then this troop then also still by a mortar department extended, so that it had its own artillery segment, it used heavy mortars, were called fired havayi, and thereby than first high-explosives bomb, which one had after the old bombs it at first then Humbara called, therefore the name Humbaracacilar. From the same derivative the shells of this troop were called Humbarasi, them were more frequently manufactured from glass from bronze or. The Humbaracilar belonged to form alto to the artillery (Topey/Topcu) like the Yeniceri its own corps formed (Korps=Okca) the Topcu Okca. In addition two further special troops belonged: the Top arabacilari, which were responsible for the transport of the cannons. Since thereby also tasks of pioneer build such as ways, bridges repair etc. in addition belonged, developed from it a kind engineer team. Mind you it did not give the term to pioneer (of Spanish Peon=Knecht) at this time yet at all, in Europe was called still the Sappeure. When the Humbaracilar became ever more a kind of storm pioneers (storm pioneers is believed I best correspondence) and there one need of more pioneers had then still the department of the Lagimcilar was created, a pure engineer team, which took over then also the mine laying with the Humbaracilar together or implemented also the grave work alone, as well as for field fortifications, ditches etc. was responsible. Also these two troops formally belonged evenly to the artillery and not to infantry. ------------------- ... And I wants strike down upon thee with great vengeance and furious meadow those who attempt ton poison and destroy my brothers. And you wants know my name is the lord when I lay my vengeance upon you." Lord Posted: June 15 2006, 02:24 PM



Erneut übersetzten
Türkische Grenadiere und Pioniere:

Die Türken hatten eine Grenadiertruppe, diese hieß: Humbaracilar, der Aufgabenbereich dieser Truppe wechselte aber, daher hatte ich geschrieben Grenadier und Minenleger. Prinzipiell waren die anfangs für Minen und Sprengungen zuständig, z.B. für das Sprengen von Brücken usw, weil ihre Aufgabe ohnhin so gefährlich war, und weil dabei Granaten nützlich waren (Belagerung/Orts-und Häuserkampf, Kampf in den Minen) wurde diese Truppe dann mit Granaten ausgerüstet und daher dann in der Folge zu einer Art Grenadiertruppe.

Später dann wurde diese Truppe dann auch noch um eine Mörserabteilung erweitert, so dass sie ihr eigenes Artillerie Segment hatte, sie benutzten schwere Mörser, die hießen havayi, und verschossen damit als erste Sprengbomben, die man nach den alten Bomben die sie anfangs hatten dann Humbara nannte, daher der Name Humbaracacilar.

Aus der gleichen Ableitung wurden die Granaten dieser Truppe als Humbarasi bezeichnet, sie waren aus Bronze oder häufiger aus Glas gefertigt.

Formalt gehörten die Humbaracilar zur Artillerie (Topey/Topcu) die wie die Yeniceri ein eigenes Korps bildete (Korps=Okca) das Topcu Okca.

Dazu gehörten zwei weitere Spezialtruppen: die Top arabacilari, die für den Transport der Kanonen zuständig waren. Da damit auch Pionieraufgaben wie Wege bauen, Brücken reparieren usw dazu gehörten, entwickelte sich daraus eine Art Pioniertruppe. Wohlgemerkt gab es den Begriff Pionier (von spanisch Peon=Knecht) zu dieser Zeit noch gar nicht, in Europa hießen die noch Sappeure.

Als die Humbaracilar immer mehr zu einer Art Sturmpioniere wurden (Sturmpioniere ist glaube ich die beste Entsprechung) und da man Bedarf an mehr Pionieren hatte wurde dann noch die Abteilung der Lagimcilar geschaffen, eine reine Pioniertruppe, die dann auch das Minenlegen mit den Humbaracilar zusammen übernahm oder auch die Grabarbeiten allein ausführte, sowie für Feldbefestigungen, Gräben usw zuständig war.

Formal gehörten auch diese beiden Truppen eben zur Artillerie und nicht zu Infanterie.


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... And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger those who attempt to poison and destroy my brothers. And you will know my name is the Lord when I lay my vengeance upon you."

Lord Posted: Jun 15 2006, 02:24 PM
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PAGRATIOS - June 18, 2006 07:18 AM (GMT)
Akindschis: At the beginning of the Osmani realm - still before the army reform of Kara Chalil Tschendarli - one called the entire Reiteri Muesellem. The army divided into Muesellem, the Yaya, that was the Turkish infantry and Mourtatoi, that was mercenaries and elbow contactors of Byzantine/Greek origin. These first troops were however with difficulty to control, too independently and too little loyal. The Muesellem Reiterei consisted of heavy and more easily Reiterei and some of it built itself up from the so-called Ghazis that were Turks and Turkmenen, in addition, others, for faith reasons, led those than faith fighters pulled voluntarily and without wages into the war border fighters, who maintained the war Islam against the Christianity also in times of peace these troops on own fist the war than Gueriall and Raeuberei supplied themselves continual further and them from enemy's country. One called the units, which set up themselves from Turkmeni Ghazis and other, not Turkish origin, then also generally languagebrought Akindschis that is called racers in addition, Marodeur. The name was used only for units, which sat down particularly from Turkmenen together, since these were obviously a particularly fast Reiterei and over outstanding fast horses ordered. As term for Marodeur the word arose only with the time, from the activity of these troops, at first was called it only racers. With the army reform the whole old units became the Kavallerie, which limits Muesellem dissolved, pushed aside in secondarily roles and in the long term then to purely non-military tasks. At first they placed still parts of the province and Regionalkavallerie, the so-called Serratkuli, but they all were omitted in the long term and became non-military federations or disappeared completely from the image plane, with exception of the Turkmeni easy Reiterei and the war kriegsfreiwilligen in this troop, the Akindschis. The name Akindschi was lent to this unit now officially and the old name Ghazi was omitted. To this troop also the riders of the small emirates were accepted in east Turkey and at the border to Syria, and also far faith fighter from other peoples. Thus one wanted to lower the Turkmeni portion in this troop, so that the Turkmenen did not educate alone such a troop. In order to secure loyalty still further, the command that the Sultan for a long time much loyalen aristocracy family Michaloglu handed over, it were the descendants of Michaloglu Ali Beg, one of the best army leaders Mehmets of the II: With the neighbours of the Osmanen this troop was financed, only by the war and the booty obtained by it immediately very notoriously and determined here in Europe the picture of the Turk as fast rider and sengend and murder-ends by the country to raving mobilization. In the Austrian area they were called racers and burners, without the Austrians knew around the meaning of the name Akinschi (Renner/Marodeur). The Akindschis fought in times of peace, in which they did not stand officially in the service of the Sultans likewise against the enemy, as the Englishmen for example at the same time for Piraten employed, pluenderten it in the hostile terrain and the Sultan shifted then the responsibility to the free crowds. Within the Akindschis formed then the Delhi Reiterei, the mad heads, which berauschten themselves with drugs before the fight and carried robbery animal skins. These troops were so powerful and reliable that one extracted and as a guard troop separately set up them in the long term from the Akindschis. All Akindschis carried from the outset wings on the back, at the helmet or at the side or at the horse, from robbery bird feathers/springs, this custom turned into also on the lance riders of the Kapikuli Kavallerie, which called themselves Oughlan. And of these so probably the combat technique, and the lance, and the name and also the wings ignored the famous Ulanen on a part of the Polish Reiterei. And of the Polish Ulanen then the fight with the lance ignored to horse again into the European armies, before it the lance except use had come. When the family Michaloglu fell in disgrace, the command ignored the Uc Beys over the Akindschi Reiterei on the different border commanders, the troop was divided. Thus the Akindschis became a counterweight to the Sipahis, which were controlled directly by the Turkish nobilitaet. Some the Akindschis also to country or a limited payment from their Bey however most lived up to the end of this troop from robbery and Pluenderei in the long term received. In the first third 16 century followed this troop then also Christian Serbs, while the originally turkmenisch/islamistische character of the troop purged ever more and likewise removed its combat capability. At the end 16 century the combat effectiveness of the troop had purged, and it pluenderte more in osmanischem area in enemy's country, thereupon subjected the Sultan verschleisste the troop the command of the regular army and verschleisste it in campaigns on the Balkans and particularly in the Karpaten, and did not fill up the losses, so that the remainders of this troop went down around 1595. The Delhi Reiterei, which further-functioned still to end 17 century as special guard, remained remaining then to it only Turks was taken up and their special character purged. The Akindschis was with Turkish Kompositboegen, Klisch (Turkish bent swords), the Palas (Turkish long straight sword, from which the Pallasch is derived), light rundschilden, and more rarely shorter lances of the 2,5-3m length armed. In the end then also rider pistols and carbines in the troop arose, them led however in the comparison very long the Kompositbogen as primary weapon.



PAGRATIOS - June 18, 2006 07:20 AM (GMT)
The next unit of the Osmani armies, The Kapikuli Kavallerie: From the army reform, which replaced the old Muesellem Reiterei of the early Osmanen, a division in two parts of the army in the central or main army resulted in the proximity and around the capital directly to the central administration was subordinated and the province armies, which were educated distributed over the realm from local forces. The troops of the central armed force one called Kapikuli, comes from Kapi = gate/gate. Since the supreme command was subject to the high gate over these armies, as the yard of the Osmanen was called. One called the province armies against it Serratkuli, at first the remainders of the old osmanischen army on this troop had been divided. To the Kapikuli the Yeniceri Okca, the Topu Okca and the Kapikuli Kavallerie as well as some other special troops belonged. The Kapikuli army was thus not as large and from loud elite units as the Yeniceri was formed. The Yeniceri had also some Ortas, which fought as Kavallerie, in addition came mounted special federations like the Delhis, but all these riders did not rank among the Kapikuli Kavallerie, although they were part of the Kapikuli. The Kapikuli Reiterei recruited itself like the Yeniceri Okca from boys, whom one recruited with the Devsirme. Frequently this Reiterei the normal Sipahis is equated, thus the riders, who for their equipment and life support received a piece country from the Sultan that one called the Timar system. Although there were federations in the Kapikuli also Sipahi as special units additionally, these were evenly not the Kapikuli Reiterei. In the Devsirme drawn in boy after their arrival with the capital again on the most thorough were examined and continued to divide. The majority went to the Yeniceri Okca, i.e., the boys were spent after Anatolien and lived in very meager way to them had Turkishly learned there and Muslims had become under the supervision of the wiping and select particularly glaeubigen farmer. Then they came into the two training centres of the Yeniceri and became Acemi Oghlan. The particularly good-looking and in addition physically protruding boys however were recruited for the Kapikuli Reiterei. They did not have however then no more the status of slaves like the Yeniceri and were better treated. These boys came then in the capital on the palace school. There they received extensive training, which covered also tactics, history, mathematics etc., that the Kapikuli Reiterei served also as reservoir for officers of the Osmani army. It was considered as the absolute elite troop of the Osmanen and had a higher rank than the Yeniceri. Mehmet of the II placed this Reiterei under the command of a Aga, which had made its career within this troop, as with the Yeniceri was thus also here one of the most important military of the realm initially a slave of Christian origin. As the Yeniceri Okca served the Kapikuli as counterweight to the mass of the Sipahis Anatoli and the Rumeli Reiterei and should secure so also a certain basic power for the Sultan against the aristocracy. Therefore this Reiterei became never whole despite their character an officer school, but remained up to their end an active combat unit. As the Yeniceri also this troop became continual larger and counted at the beginning of the rule Sueleymans of the I already 10,000 soldiers. This Kavallerie always kept elite despite the status of the Yeniceri the higher prestige and reputation within the Osmani military. This troop was divided in 6 units, with the increasing of the troop became also these units then more largely. One called the riders within these units Suevarileri or also rare Boeluek Halki. In the combat mission this troop in two formations divided itself, which in the theory the left and which placed right flank of the Yeniceri. All the same where they fought then in the reality, these two units were called then left wing and right wing. In the course of the time also particularly earned Sipahis was taken up to the troop and lent to members of this troop Timare, so that the border between it and the Sipahis was smeared thereby. In the palace school and as a recruit of this troop one called the riders also Oghlan, which PAGECPage/PAGE is called. This term and their combat technique with lances as well as the wings it frequently also led, inspired then in Poland the Reiterei to the list of the Ulanen. Even the word Ulan is derived from Oghlan. Within this troop there was still another special unit, which served as bodyguards for the Sultan in the battle, the Silahtar (= weapon carrier), this troop however after some time was reorganized and was called then Sipahi Oghlan. Each of the 6 units of the Kapikuli Kavallerie was kommandiert by a so-called Kethueda Yeri. In the run to the time thus like already mentions the border between the Sipahis and the Kapikuli Reiterei blurred, in addition member of other branches of service or particularly martial trunks for its earnings/services around the Sultan to this troop were taken up. Among them also Yeniceri and some Kurds. Through it, and by the purge of the Devsirme, it went with these Reiterei on the same way as with the Yeniceri downhill, ever less genuine Christian children came exactly into the troop, for it ever more Turk, nevertheless remained a part of combat capability existing, the unit changed itself only of an elite and a Gardereiterei into a regular and completely normal Turkish Kavallerieeinheit. The members of this troop were equipped in its bloom time with the best available arms and weapons, frequently had them also horse armoring made of metal. They were trained and used in all kinds of the Kavallerie of fight, thus both and heavy Reiterei like also and easy. A characteristic in the troop was the long use of the Dscherid, a short Wurfspeers, which one seizes and then like a wurfmesser hurls at the rear end. This remained still longer in this troop than elsewhere with the Turks in used. A further very own weapon is the Megg, a long, gradklingiger and four-sharp-edged rider sword, which was meant from arms very substantial built for puncturing, and excess length possessed. Also the Busdogan, the metal controversy piston and the Turkish bent sword (Klisch) found in this troop prefer use, in addition naturally the unavoidable Turkish Kompositbogen; the primary weapon however remained the 3 lance long to maximally 3.5 m. -------------------



PAGRATIOS - June 18, 2006 07:23 AM (GMT)
The Janitscharen The Yeniceri belonged to the military system of the so-called military/state slaves, a system that also the Mamelucken in Egypt, which had slave soldiers of the Moguln in India and before them the troops of various Islamic states, which recruited themselves from Turkish slaves. Its origin the system has therein that the early Islamic rulers had to rely on martial and independent trunks and their aristocrat, in order to create a counterweight to its too independent army and untergebenen, created it so only them devoted, there them belonging troops. Officially with the prohibition, that Muslims against each other to fight may was justified, in truth however lay it in the fact that the Kalifen wanted to create itself and Her its own house power, in order to have an instrument of power against the province aristocracy and the trunks. First the whole armies in such a way recruited, were the Ghaznaviden, apart from the Mamelucken, which there were in smaller number also in the Berbereskenstaaten and in the Iraq, gave it also the Ghulams or the Askaris, all three types recruited themselves at first particularly from Turkish slaves from the steppes of central Asia. With the ascent of the Seldschukenreiches a certain break began, until then the Mamelucken in Egypt actually tore power and created for the first time a state, which was controlled in the final result by slaves. These military slaves of the Mamelucken recruited themselves now particularly from the Caucasus, from the Chechens, Awaren and Tscherkessen. The Mamelucken a completely new way went and recruited only children, who trained and on nothing different one trained her then from child legs to only for the war. As the Osmani rulers in the start time at power and begun to spread, stood themselves the Sultane before the same problem won, the Ghazis under its command was just as unreliable as the troops from the Turkish and turkmenischen trunks. Therefore also they set up a slave troop, which did not work however. After the model of the Mamelucken they began to likewise recruit therefore now children. Since they recognized however the indications of the time, they did not form from this Reiterei separate an infantry as first of the world primarily on black powder weapons set. The Janitscharen corps was created in 14 the century, of the Wesir Kara Chalil Tschenderli, its final form and characteristic received it however by the-wipes Hadschi Bektasch around 1389. This infantry troop was then called Yeniceri, which meant simply new troops. The training and Indoktrination of the children different the wiping medals were assigned, the military training took over Turks and loyale slaves, frequently from the hunt attendants of the Sultans. They were selected only after loyalty and simultaneous capability and set up then as first officers of the troop units and stated them. One could read off the original origin or activity of the founders of such a unit also still many later from the name of the respective Yeniceri unit, later names indicates the branch of service or characteristics from unit history, two example: The battalion of the Cemmat division of the Janitscharen Okcus was called 28 the fact that is called elbow contactors and was long time one with elbow armed unit. Later the troops of this federation elbows and mash ketene led. The battalion of the Cemmat Divison of the Janitscharen the names Zagarcis carried 64 that is called wolf dog leaders. That is, the first officers came of the hunt attendants the Sultans. It was one of two Kavalleriebataillonen of the Yeniceri, which were armed with lances. Enclosed perhaps completely interesting, there unknown, the arrangement of the Janitscharen corps: The Janitscharen educated its own army corps, comparably to navy the corps of the USA today and was part of the so-called Kapikuli troops that is called the central/main army. The infantry of the Kapikuli - Askerleri (central - armed force) one called Kapikuli Piyadesi, to it belonged also the Yeniceri. The term for corps was Ocak that is called the whole of the Yeniceri formed the Yeniceri Ocak, thus the Janitscharen corps. The Yeniceri Ocak consisted of three divisions, the Cemmat division, the Boeluek division and the Segmen division. These three parts differed however in the numeric strength considerably, then the Cemmat was very largely, the Segmen however comparatively small for a division. To the three divisions came, separately from them still the training units, which one called Acemi Oghlan. There were altogether 34 Acemi Oghlan units, which were stationed in two training centers separately from the remaining corps. Oghlan means knappe in addition, rider and from the word Oghlan leads itself the Polish name Ulan (directly one expresses) also the wings of the Ulanen and feather/spring banners is taken over off from the Osmani riders of the Akindschis and Delhis. Then there was still in addition the Cebeci, those for the equipment to responsible persons, the Saka, i.e. water carriers, and the Topcu, that was the artillery. To it the own special troops of the Toparabaci, which were responsible for the transport of the artillery, in the final result a kind engineer unit, and the Humbaraci, which fought primarily with explosive charges and shells, in the final result a kind of infantry belonged. The three divisions of the corps formed then from individual battalions, which one called Ortas. Within the Cemmat division gave it in addition the Solak Ortas, that was special guard troops, which special-in-corrodes as elbow contactor units for the personal body guard of field gentleman and for was used. Into these units the sons of important Vasallen came if one it as hostages also often took. During the Segmen division was the characteristic that its units were armed with mash ketene exclusively and were significantly smaller these units, than those of the other two divisions, even if equal to Segmen largely the Boeluek were. From the numbers of some certain Yeniceri units recruited itself also the Bostanci, which was used in Istanbul as a fire-brigade and for tasks of police and which Haseki guard, which for all cannons and artillery was responsible within the palace district. All three divisions recruited themselves from the Acemi Oghlan units without special sample or plan, ever after where straight recruits were finished. The higher the losses of a unit were, and the more them under target strength lay, the more rights had them and were allowed to recruit rather before others with priority. Each Orta within the divisions had the same structure, the Ortas was completely at the beginning still no battalions separates only small units, rather companies. Still at the beginning 15 century had the respective Ortas only 50 men. Altogether the corps consisted its size of 196 Ortas, increased in the course of the time ever more, by increasing the number of men for each Orta. The Ortas distributed itself as follows on the three divisions: 101 Ortas for the Cemmat division, 61/62 Ortas for the Boeluek, and 34/33 for the Segmen. Kommandiert became the Yeniceri Okca of a commander, who led the title Yeniceri Agasi. It originated at first from the civilian career at the Hofe, but placed soon thereafter into the corps, so that each Yeniceri could high-serve itself theoretically by achievement into this position. The commander of the corps was in the military range one of the most powerful and prominent military of the entire osmanischen army. Even that largely Wesir was not allowed to give him instructions and it was only and alone the Sultan directly subordinated. Officially it led the corps only if the Sultan were absent, otherwise the Sultan held de the jure supreme command over the corps, the Yeniceri Agasi functioned then as implementing and an advisor. The Yenicerei Agasi was advised by a kind general staff, the Divan of the Yeniceri, a meeting of the most important officers and some outstanding special persons. Because of the integration of the wiping into the establishment of the corps this still many influence and also military ranks had within the corps, it served also later also than Imane for the worship. At the closest group was the Yeniceri with the-wipes medals of the Bektashi, the-wipes Bektash this medals based was also also with the establishment of the corps thereby and even their special head coverage returned the Yeniceri on it. The Bektasi belonging of sparkling wines fought also as freiwillige on the side of the Yeniceri also. The most officer and NCO ranks in the corps carried titles from the cook and kitchen range, which originally decreases/goes back to the great importance of the nutrition by the Sultan, at the beginning received the Yeniceri their meal from the Sultan and from his kitchen, kept themselves direct also in such a way. Thus also the cook boiler became, at all the boiler the symbol for the Yeniceri. The boiler of a troop, which they called Kazan became also into the battle taken and with the field character carried, which location of the boiler served with the retreat as tie point and to the enemy was considered to lose its boiler as intolerable dishonor. From same direction out carried officer ranks so titles as Corbasi that is called soup cook, approximately rank lieutenant colonel or major, under it Asci Usta, which master cook, then the Bas Karakullukcu, then the Vekilharc, which quarter master meant, who, was Sakabasi, what responsible person meant for the water distribution, only rank with the Yeniceri with a in fact military name the Bayraktar, the banner carrier. One called the simple Yeniceri soldier without rank Nefer or Yoldas, her was divided into three crew ranks according to experience: At the beginning the Eskinci, which had still no or only little combat experience, stood for veterans with the time and after participation in battles it Amelimanda was appointed, i.e.. At the end, if they had become alto called one it Oturak (sitting one) that were in the final result of pensioners, who pulled only rarely on campaign and then evenly police, tariff and tasks of fire-brigade took over or also as if the-wipe the Bektasi medal occurred. Still to the initial question about nature and kind of the corps: One can compare it from the start time up to its bloom time with a kind knight medal, fighting monks earliest, in the case the-wipes formed the basis on that the corps was developed. A knight medal however meets it not completely, because all Yeniceri was and remained up to the commander in chief personal property of the Sultans. The Yeniceri lived initially and up to its fall in poverty and Askese. They swore unconditional obedience and each instruction to implement to possess and live in poverty nothing redundant to follow and the requirements of Hadschi Bektasch. That is called all prayers to obey and no contact with women to have. The Yeniceri was kaserniert and no Yeniceri was allowed to marry or at the beginning of children witness. Also otherwise each kind of traffic with women was forbidden to it, it is which it was on campaign. On a campaign and in the war he was allowed to take as many women of the enemy as he wanted, he was not allowed her forward however not to carry. And finally nobody was allowed into the corps, which had been born as a Muslim or Muslim parents or had ancestors. The Yeniceri was high-grade disciplines straight therefore so powerfully, then already 1566 Leonhardt Fronsperger complain: That other causes when one the Tuercken order and law in dero troop approximately ours besicht, then it exceeds us so far, as sun the moonlight over-been enough. Outer which then follow that the Tuercken gives better Kriegsleut. If the Tuercken pulls to field not to thus find a eintziges woman picture bey to them geschweyge so much tausent to huren as itself in our courses find. Show me more under dess Tuercken its Kriegsvolck such Huren, than more under us Christians gebreuchlichem and gewohnlichem. -------------------



PAGRATIOS - June 18, 2006 07:28 AM (GMT)
Now I would have had to supplement that not only the Janitscharen consists the so-called slaves of the gate, i.e. the high civil servants of robbed children, but evenly also and in the final result the political leaders of the Osmanen. This characteristic had developed, in order to create a counterweight to the Turkish high aristocracy in Anatolien and to bring all power exclusively into the hands of the Sultans. Therefore the high officials and even the military leaders of the Osmani realm were evenly also often no Turks separate formerly Christian slaves, usually Greeks or people of the Balkans and evenly de jure personal possession of the Sultans. With the Devsirme for the Janitscharen also particularly beautiful ones became!! and at the same time intelligent ones!! Boys carried forward and then into the capital brought and there purposefully to civil servants educated, these called one then also Oughlan (PAGE/SCARCE) of the Sultans and the some of them ascended evenly as in this case up to the Grosswesir. Those had however with the Yeniceri only recruiting in common, one ascended thus not from the Yenicerei into these offices, but by separate, separate training and career, there were however exceptions in the military that some few Yeniceri ascended WITHIN their corps up to the commander in chief

PAGRATIOS - June 18, 2006 07:29 AM (GMT)
The straight employment and the superiority of the osmanischen artillery decided battles for the Osmanen. The whole, by the way nearly always similar arrangement plan of osmanischer armies with the so-called Sultanschanze in the center, where then in improvised field fortifications also the artillery was, show already from the outset the importance of this weapon for the Osmanen in field battles. The artillery of the Osmanen was superior, later then equivalent the European beginning, and even as the artillery of some European states such as England then technologically better, was the training and being able of the Artielleristen of the Osmanen further to consider, than own branch of service had it an outstanding twisting and consisted besides to a majority from European mercenaries, above all also of the German states and of England. With sieges against it the Osmanen did despite superior artillery in Hungary and on the Balkans quite heavily, then the large war was called against the Hungary also the castle war, an endless succession of tough sieges, which could be won because of the artillery everything of the Osmanen, which bound however considerable resources, which were then missing in other place. Therefore it became then typically osmanischen siege tactics, before a hostile castle or fortress a Gegenburg to build around these neutralize and it from this then slowly auszuhungern. In the Londoner Tower one can admire the largest bronze cannon from the 15.Jahrhundert. It was one of the giant cannons, which were installed for the monitoring of the Dardanellen. The can master Munir Ali poured it 1464. The pipe length amounts to 5.18 m and the ball diameter legend -und writes 63 cm Artillery of the Osmanen: (partly from the Osmani realm of Majoros) The whole ascent of the osmanischen realm happened at the same time with the ascent of the black powder weapons, so that one can to be called the Osmani realm as also the Moguln realm in India one the so-called Schwarzpulverimperien. Generally the military historians estimate the role of the early artillery up to 16 the century as very limited to limit. The artillery was a special and a special weapon, which one could use primarily for sieges. In the middle of to end 15 century arose however then the first advancements and exceptions, for the first time then the Burgunder used lafettierte field artillery under Karl the bold one (1433-1477) against its enemies, and also the Hussiten set up mobile cannons, which installed her also onto balancing mobile. At the same time the siege artillery in this period developed itself further completely substantially. The straight Osmanen belonged those, which particularly set as first on the artillery troop, above all, because they obtained their combat capability anyway by black powder weapons as hand-held weapons and because they had particularly many sieges and heavy sieges at this time, then became also Konstantinopel around 1453 by them besieged, as many other strong fortifications of the Byzantiner and different. Therefore particularly in former times and versatile development of the osmanischen artillery and the list of its own artillery troop, the Topey, first of its kind world-wide followed. In Western Europe against it the cannon masters were not still privately entrepreneurs and it gave with exception Burgunds a national organized troop of this kind. To a characteristic and to its special strength its then Sultan Mehmet of the II (1451-1481) help from personal interest of this weapon dedicated itself. It was almost possessed by cannons and thought constantly even about ever newer and larger cannons. From completely Europe it hired the best cannon casters, usually was that at the same time bell casters on and likewise the best cannon masters, but it no price was too high. Similarly as the Prussian soldier king with its being enough chap it had eaten and developed a fool at cannons during its rule the largest and world-wide best artillery, which gave it. Mehmets distance vision in this point expresses itself for example in the sentence of it: "that by the use of the powder a new, completely different one age was opened." Except field and siege cannons Mehmet let install also after venezianischem model all first cannons onto Turkish ships and at its time also the straits by special coastal cannons was for the first time guarded. The Dardanellengeschuetz with 5,18m length and caliber of 63cm, here already mentioned, originates from its time. Even the name of the Buechsenmachers that it manufactured is still well-known, it was called Munir Ali, this poured the giant cannon in the year 1464. To the existing Kanonieren in addition Mehmet created some special troops, which should worry about the transport of the cannons, from this developed the Turkish engineer team, as well as a kind of infantry troop, which was responsible also for putting and igniting mines. And then it created still another further special ability of the Osmanen: To pour indeed cannons directly locally fast to have to carry the only the raw materials for pouring and manufacture these then only after arrival on the theater of war. The artillery began itself to divide at this time also into different types and standardize, while one had before dozens of calibers, and, so that one zurechtmeisselte the balls from stone still particularly for the cannon, standardized one led each cannon another caliber to this time then piece around piece the cannons and types. Cannons became then the cannons, which shot flat with large range and raw length, and rather full balls, when one created central stage between cannons and mortars the howitzers, also ballistically and shells could fire and then the large-caliber mortars, which were used ballistically particularly with sieges and already early as first high-explosives bomb fired. In the start time of this epoch still the Bombarden, which was usually still stone balls fired and siege cannons, in the field battle dominated set one on the so-called field queues, or queues, which had flat flight paths as forerunners of the cannons. The commander in chief of the Turkish artillery was the Topey pasha. With two exceptions: the Yeniceri had own cannons under own instruction, which only on go-eat the Sultans also the Topey pasha were subordinated, and all cannons in the palace district fell in principle under the supervision of the Haserik guard, which was placed also by the Yeniceri. If new cannons were handed over to armed forces, at first in this time still as solemnly, as with the launching of a vessel of a ship, the cannons received also name happened and with good achievement was highly honoured. Result: straight in the early stress and advancement of the artillery with the Osmanen is to be seen a substantial factor for the ascent of this to realm. And the straight battle of Mohacs was, as the first battle by the artillery fire was decided an absolute turning point in the war guidance, and changed these always crucially. (with please around commentating the direction correctly or wrongly (if one already times Ari expert at the hand has)




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